Kriegen die Löwen in Kristianstad den Kopf frei?

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.Es ist das letzte Champions-League-Spiel des Jahres für die Rhein-Neckar Löwen – und kein unwichtiges. Nach zwei Niederlagen brauchen die Badener dringend Punkte, wenn sie am Samstag um 18.30 Uhr ins Gastspiel bei IFK Kristianstad gehen. Dabei steht in erster Linie die Ausgangsposition fürs angepeilte Achtelfinale auf dem Spiel. Außerdem wollen sich die Löwen auch selbst etwas beweisen.

Aktuell verläuft die Formkurve der Männer von Trainer Nikolaj Jacobsen nach einem Zick-Zack-Schema. Und das nicht nur zwischen Spielen, sondern teilweise innerhalb weniger Minuten. Insbesondere in den vergangenen beiden Bundesliga-Partien wechselten gute mit schlechten Phasen so schnell ab, dass man kaum hinterherkam. Kapitän Andy Schmid, der dieses Wellental immer wieder mit durchlebt, musste zuletzt zweimal auf die Bank, weil es auch bei ihm persönlich überhaupt nicht lief. „Der Kopf ist nicht frei. Wir überlegen zu lange, und dann sieht es eben auch nicht flüssig aus“, sagte der Löwen-Spielmacher nach dem Kraftakt gegen Ludwigshafen am Donnerstagabend, als die Löwen erst in den letzten Minuten den 28:21-Sieg nach Hause brachten.

 Ähnlich wie die Mannheimer erlebt Gastgeber Kristianstad aktuell ein Wechselbad der Gefühle: In der heimischen Liga, die man in den vergangenen vier Jahren dominierte, kassierte die Truppe von Ola Lindgren zuletzt zwei deutliche Niederlagen. Beim Tabellenvierten Alingsas gab es gar eine Zehn-Tore-Klatsche. Dennoch hält man sich noch auf Rang eins, wenn auch knapp. In der VELUX EHF Champions League läuft es hingegen überraschend gut, feierte man bei Titelverteidiger Montpellier einen sensationellen 31:30-Erfolg. Der Lohn in der Tabelle von Gruppe A: fünf Punkte – und die Aussicht auf die erneute Qualifikation fürs Achtelfinale.

Gegen die Löwen würde man aus dieser Aussicht gerne eine reelle Chance machen, braucht dafür aber einen Sieg. Dagegen spricht, dass auch die Jacobsen-Truppe nach zwei Pleiten in Folge auf jeden Punkt angewiesen ist. Die aktuelle Ausbeute von 10:8 Zählern reicht nur für Rang vier. Mindestens eine Position müsste man sich aber noch verbessern, um eine möglichst optimale Ausgangsposition für die K.o.-Phase zu haben. Klar ist aber auch: Spielen die Jungs so wie zuletzt, wird es in Kristianstad richtig schwer. Personell bleibt alles beim Alten: Für den weiter verletzten Patrick Groetzki fliegt der junge Tim Ganz mit nach Schweden.

Jannik Kohlbacher hat mit IFK schon Bekanntschaft gemacht.Für Jannik Kohlbacher geht es zum ersten Mal nach Kristianstad. „Ich erwarte eine super Stimmung und eine Mannschaft, die alles dafür tun wird, um die zwei Punkte zu holen“, sagt der Löwen-Kreisläufer und ergänzt: „Wir haben schon gegen Montpellier gesehen, dass das Hinspiel nichts über das Rückspiel aussagt. Also werden wir den deutlichen Heimsieg ausblenden und uns darauf konzentrieren, über 60 Minuten unsere Leistung zu bringen.“ Von Verunsicherung will der Neu-Löwe, der im Sommer aus Wetzlar ins Badener Land zog, nichts wissen. „Wir fahren optimistisch nach Schweden. Wir wissen um unsere Stärke, wollen diese auch ausspielen, Tempo reinbringen und einen guten Rückzug haben.“

Von Kristianstad erwartet er größtmögliche Gegenwehr. „Für die geht es noch ums Weiterkommen, sie werden sicher alles reinlegen in das Spiel.“ Auch auf die Ergebnisse hat Kohli geschaut und gesehen, dass IFK zuhause schon Veszprém das Fürchten gelehrt hat. „Wir sind also gewarnt.“ Aber auch ohne diesen Fingerzeig wären die Löwen niemals blauäugig nach Schweden gereist. „Wir haben dort in der Vergangenheit auch immer wieder mal Probleme gehabt, auch schon verloren. Es ist klar, dass man nicht nur in der Bundesliga, sondern erstrecht auch in der Champions League immer an seine Leistungsgrenze gehen muss.“

Für alle, die nicht in Schweden dabei sein können, begleiten die Rhein-Neckar Löwen das Spiel wie gewohnt auf den Plattformen im Social Web. Sky überträgt live. Das Hinspiel ging mit 36:27 an die Löwen.

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DHB-Pokal, Viertelfinale
  
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Letzte Aktualisierung: 10.12.2018 00:33:45
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